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rwm-01-amerikanischer-buergerkrieg-waffenfabrikenZu wenige Waffenschmieden für zwei Armeen

Die Vereinigten Staaten verfügten bei Kriegsbeginn über zwei staatliche Waffenfabriken. Auch waren einige Gewehrmodelle von Privatfirmen gebaut worden. Die Kapazitäten reichten aber nicht aus, um die zwei verfeindeten Heere zu beliefern.

Von Andreas Schwalm & Klaus Hofmann

Die Infanterie hatte auch in diesem Krieg als Masse der Truppe eine wesentliche strategische Bedeutung. Ihre Bewaffnung war deshalb maßgeblich für den Kriegsverlauf. Waffeninteressierten, die an den Bürgerkrieg denken, fällt vielleicht zuerst das M 1861 Springfield-Gewehr oder der berühmte Spencer-Karabiner ein. Weniger bekannt ist der Umstand, daß viele dieser Waffen erst nach Gettysburg (1863), namentlich in den letzten beiden Kriegsjahren, ausgegeben wurden oder bei der Masse der Truppen verfügbar waren. Zuvor sah die Lage, besonders auf dem westlichen Kriegsschauplatz, ganz anders aus.Die Bewaffnung der Infanterie bestand auf beiden Seiten aus einer bunten Mischung von älteren aptierten Steinschloßgewehren der Modelle 1816 und 1840, dem glatten Infanteriegewehr M 1842 und einer zunehmenden Vielfalt sehr unterschiedlicher europäischer Importwaffen. Auch später noch galt dies für die Konföderierten. Nur wenige glückliche Truppenteile erhielten eine geringe Anzahl neuer Waffen oder die durchaus auf der Höhe der Zeit befindliche Mississippi-Rifle M 1841.

rwm-01-batterieschloss-kurfuerstentum-sachsen-lisewskiEinige Markierungen erlauben die Bestimmung dieser Batterieschloß-Pistole aus dem 17. Jahrhundert. Die Waffe weist eine interessante, nur kurze Zeit gebaute technische Eigenheit am Schloßmechanismus auf.

Von Eugen Lisewski M.A.

Gut erhaltene Pistolen mit Batterieschloß werden Militärmuseen und Waffensammlern nicht gerade häufig angeboten. Ergibt sich nach oft aufwendigen Mühen das Glück, eine derartige Pistole erwerben zu können, beginnt die nächstfolgende Schwierigkeit: Die exakte Bestimmung der Neuerwerbung.

rwm-01-repetiergewehr-buechse-repetierbuechse-england-grossbritannien-australien-smle-smelly-lithgowSo weltumspannend wie das britische Weltreich um 1918 war auch das Netz seiner Waffenschmieden. Für Australien fertigte die Waffenfabrik Lithgow in New South Wales ab 1912 „S.M.L.E.„-Gewehre. Wir stellen eines dieser Gewehre vor.

Von Dr. Elmar Heinz

November 1918: Die Waffen schwiegen im alten Europa. In den Folgemonaten verhandelten die Siegermächte des Ersten Weltkrieges (ohne die Vereinigten Staaten von Amerika) mit ihren Kriegsgegnern. Das waren die Nachfolgestaaten der Mittelmächte, die sich nicht auf die Seite der Sieger schlagen konnten.

preußen-preussen-saebel-bluecher-m-1808Preußen wählt Bewährtes

Der preußische Säbel nach dem Muster von 1808 ist Ergebnis eines kulturellen Transferprozesses. Er geht in seiner Herkunft auf den britischen Kavalleriesäbel M 1796 zurück. Dieser war eine gezielte und von Armeekreisen geförderte Neuentwicklung und somit für seine Zeit eher untypisch. 

Von Christian Wagner M.A.

Bei dem britischen Modell handelte es sich um das Ergebnis der Zusammenarbeit des aufstrebenden Kavallerieoffiziers John Gaspart Le Marchant und des Schwertfegers Henry Osborn. Während Osborn weniger bekannt ist, handelt es sich bei Le Marchant um eine, wenn nicht die herausragende Figur in der Geschichte der britischen Kavallerie. Le Marchant begann seine Laufbahn ganz unten, bei der Infanterie der Miliz. Er wurde zum Gründer und ersten Lieutenant-Gouvenor der heutigen Royal Military Academy Sandhurst und stieg bis zum Major-General der Kavallerie auf.

Der gemeinsam mit österreichischen Truppen durchgefochtene britische Feldzug in den Niederlanden führte bei Le Marchant zur Initialzündung.

RWM Depesche 01 Uhl Picatinny Montage Mauser System 96 98 700

 

Uhl-Picatinnymontage – schußfest und einfach

Ordonnanzwaffen kann man mit Zielfernrohrmontagen versehen, ohne an der Systemhülse bohren oder fräsen lassen zu müssen. Wir haben eine bestechend einfache Lösung unter die Lupe und mit auf den Schießstand genommen.

Von Dr. Elmar Heinz

Das Zielfernrohr-Problem ist so alt wie die Ordonnanzwaffe selbst: Wenn die Waffe mit einer Zielhilfe versehen werden soll, dann muß diese fest angebracht sein. Sie soll die Erschütterungen beim Schuß dauerhaft aushalten. Für ehemals militärische Repetierbüchsen bedeutete dies zumeist, daß eine Montage mit Schrauben oder gar durch Durchfräsen der Hülse mit dem System verbunden wurde. Mit solchen Waffen lassen sich bei guten Läufen ansehnliche Schußgruppen erzielen. Ordonnanzgewehre sind oft aber auch kulturhistorisch bedeutsame Sammlerstücke. Ein solcher Eingriff senkt den Sammlerwert gegen Null.

Die Idee. Die Lösung des leidigen Zielfernrohr-Problems sind abnehmbare Montagen. Der Syrgensteiner Ingenieur Uhl hat auf der diesjährigen IWA 2010 hierzu eine einfachere – man muß sagen: eine noch einfachere – Lösung vorgestellt. Bereits 2009 stellte er eine Picatinny-Montage vor, die sich auf Karabinern 98 anbringen ließ, ohne deren Substanz zu zerstören. Nach Entnahme des Visierblattes wurde die Montage einfach aufgesetzt und mit zwei Inbusschrauben angezogen. Die Konstruktion war bereits schußfest. Allerdings war diese Konstruktion nur für Karabiner 98 k gedacht; Gewehre 98 blieben außen vor. Uhl konstruierte deshalb eine Montage, die auf alle Systeme 98 mit 35,8 mm Außendurchmesser paßt, vor allem aber eine Ausführung für Schweden-Mauser.

Die technische Umsetzung. Die neue Uhl-Bügelmontage kommt ohne Nase aus. ...

Den vollständigen Artikel finden Sie in der RWM-Depesche 01 ab Seite 64. 

Blättern Sie in RWM-Depesche 01 einfach hier: rwm-01-uhl-montage-zf-zielfernrohr-mauser-schwede-schweden

Das Landgericht Limburg hat einen Online-Verkauf für nichtig erklärt, bei dem der Käufer für einen Euro ein neuwertiges Luftgewehr (Neupreis 1390 Euro) erworben haben wollte (AZ 3 S 315/09).

Der Verkäufer hatte das Luftgwehr bei einer Online-Auktionsplattform eingestellt und dabei versehentlich an Stelle des Startpreises den „Sofort Kaufen“-Preis mit einem Euro angegeben. Noch bevor er den Fehler ändern konnte, hat ein Nutzer der Plattform dieses „Sofort Kaufen“-Angebot angeklickt. Der Verkäufer hat den Käufer binnen weniger Minuten darauf hingewiesen, daß diese Auktion „wegen Irrtum ungültig“ sei. Der Käufer hat dennoch den Kaufbetrag überwiesen und einen Nachweis gesandt, daß er über 18 Jahre sei.

  

 

  

Die Europäische Union hat einen Vorschlag zur Umsetzung des Artikels 10 des UN-Feuerwaffenprotokolls vorgelegt. Deutsche Verbände gaben hierzu ihre Stellungnahmen ab.

Das Forum Waffenrecht (FWR) führt in einer Meldung hierzu aus, daß die Furcht vor Horrorszenarien übertrieben sei.

  

  

Waffen Schumacher in Krefeld bietet einen Posten arsenalgepflegter Pistolen 38 aus ehemaligen Wehrmachtsbeständen an.

Die nummergleichen Pistolen stammen von Walther Zella-Mehlis, Mauser Oberndorf und Spreewerk Grottau. Sie weisen die entsprechenden Fertigungszeichen (ac, byf und cyq) mit den jeweiligen Jahreszahlen auf.

Die Waffen befanden sich als Handbestand des Arsenalleiters in einem Waffenlager der ehemaligen Sowjetunion. Die Beutebestände schienen seit Jahren erschöpft.

Waffen Schumacher betont, daß dies wohl die letzte Gelegenheit sei, P. 38 in diesem Zustand zu erwerben.

 

Die neuwertigen Pistolen mit spiegelblanken Läufen weisen eine Neubrünierung auf, die sehr nahe am Original ist.

Empfohlener Verkaufspreis: ab 750 Euro. Verkauf nur über den Einzelhandel. Weitere Informationen zu noch verfügbaren Fertigungsvarianten erhalten Sie direkt bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Das Würzburger Handelsunternehmen Frankonia veranstaltete Mitte Oktober seinen letzten Lager-Sonderverkauf in Rottendorf. 

   

  

Das Münchner Auktionshaus Hermann Historica hat seine 60. Auktion mit Schußwaffen aus fünf Jahrhunderten beendet.

Einige Lose wurden am 11. und 12. Oktober 2010 zum Vielfachen des Ausrufpreises zugeschlagen. Eine nummergleiche Selbstladepistole Borchardt C 93 im Koffer wurde für 24.000 Euro zuzüglich Aufgeld (Ausruf: 15.000 Euro) verkauft, ein Parabellum-Karabiner 1902 mit 18.000 Euro (9.900). Eine Selbstladepistole 1911A1 von Singer erhielt bei 17.000 Euro (9.500) den Zuschlag, ein Gewehr 41 (M) bei 12.000 (9.900).

Auch jenseits der "Top Ten" ergaben sich teilweise erhebliche Preissteigerungen. So wurde ein Lindner-Karabiner (Umbau Lorenz) mit 2.600 Euro statt der ausgerufenen 800 Euro zugeschlagen.