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VM 033 Heer-Nguyen Deutsche Kavallerie 200  

Neu in unserem Angebot:

Herr, Ulrich & Nguyen, Jens: Die deutsche Kavallerie von 1871 bis 1914. Uniformierung und Ausrüstung

Farbbildband, 640 Seiten, ca. 1500 Fotos und Abbildungen, Leinen gebunden mit Schutzumschlag. Format: 29,5 x 26 cm

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544 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, SW-Druck. Wien 2012. Format: 22,5 × 28,5 cm. ISBN 978-3-902526-57-1 Preis: 89,90 €

Habsburgs Glanz und Glorie – Prunk und Pracht einer vergangenen Epoche, diese Begriffe mögen einem in den Sinn kommen, wenn von den kaiserlichen und königlichen Garden am Hofe Kaiser Franz Josephs die Rede ist. Im Gegensatz zu anderen Staaten hatte das Heer der Donaumonarchie keine Garde-Regimenter im Sinne von Eliteformationen, wohl aber verfügte der k.u.k. Hof in Wien über mehrere Garden, die dem Schutz des Monarchen, vor allem aber der kaiserlichen Prachtentfaltung dienten.

Für jede dieser sechs Formationen – k.u.k. Arcierenleibgarde, ungarische Leibgarde, Trabantenleibgarde, ungarische Trabantenleibgarde, Leibgarde-Reitereskadron, Leibgarde-Infanteriekompanie – gab es naturgemäß eine ausführliche Adjustierungsvorschrift, die jedes Detail der oft prachtvollen Uniformen genau regelte.

 

 

Politiker führen Kriege aus drei Gründen: Wahlen, Macht und Wirtschaftsgüter. Havanna-Zigarren waren über Jahrhunderte kubanische Exportschlager gewesen. Der Sieg der Vereinigten Staaten brach 1898 die spanische Vormachtstellung endgültig und stärkte die inländische Fertigung in Florida.

von Günter Brückner

Das Tabakmonopol der „Real Factoria“. Havanna (gegründet 1519 und seit 1607 Hauptstadt) befand sich Jahrhunderte lang unter spanischer Kolonialherrschaft. Das Tabakmonopol hielt die spanische Krone über die Gesellschaft „Real Factoría“. Sie überwachte die gesamte Tabakproduktion in Kuba und steuerte den Export nach Spanien. Während damals in Europa und der restlichen Welt hauptsächlich Schnupf- und Kautabak konsumiert wurde, war auf Kuba ...

Den vollständigen Artikel finden Sie in der RWM-Depesche 07 ab Seite 466.

 

 

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China war für Spaniens Pistolenbauer lange Jahre ein hervorragender Markt; als er gesättigt war, mußten sie sich neue Kunden suchen. In den folgenden Jahren belieferten sie die spanische Polizei, die beiden verfeindeten Parteien des spanischen Bürgerkriegs, die Deutsche Wehrmacht und schließlich Länder der dritten Welt.
Von Leonardo M. Antaris
Übersetzung: Albrecht Simon

Der chinesische Markt hatte nach dem Ersten Weltkrieg spanische Kopien der langen Mauser-Pistole C 96 begierig aufgesaugt (vgl. RWM 03, S. 202ff.). Die Hersteller im spanischen Baskenland fertigten vor allem Pistolen mit der Möglichkeit, vollautomatisch zu schießen. Das war nicht sinnvoll, aber verkaufsfördernd.
Der nächste Schritt war, die Munitionskapazität der Pistolen zu erhöhen; Beístegui und Astra führten 20-Schuß-Pistolen ein. Anders als bei der Mauser, deren 20-Schuß-Griffstück aus einem Stück geschmiedet wurde, setzten Beístegui und Astra 10-Schuß-Verlängerungen per Schwalbenschwanz an das Standardgriffstück an. Gleichzeitig wurden nach dem Motto „größer ist besser“ die Läufe von 140 mm auf 180 mm verlängert. Eine Anzeige aus der Zeit läßt vermuten, daß zunächst Beístegui die 20-Schuß-Möglichkeit beim Modell H und später beim Modell MM 31 angeboten hat. Astra folgte jedoch auf dem Fuße und benannte ihre 20-Schuß-Pistole M 902.
Um diese riesigen Pistolen unterzubringen, gab es erhebliche Änderungen am Anschlagschaft.

Vom 20. bis 22. Juli 2012 finden in Schleißheim historische Flugtage statt. Höhepunkt ist die Vorstellung des Neubaus eines Otto-Flugzeuges Militärtyp 1913.

Die Flugtage werden anläßlich des hundertsten Jahrestages der Eröffnung der Militärfliegerstation Oberschleißheim ausgerichtet. An diesem Tagen sind Flüge historischer Flugapparate vorgesehen.

Veranstalter sind der Offizier-Verein der deutschen Armeekorps e.V. und der Münchner Traditionsverein des ehemaligen Königlich Bayerischen 4. Chevaulegers-Regiment "Königin" e.V. in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Museum - Flugwerft Schleißheim und dem Verein zur Erhaltung der historischen Flugwerft Schleißheim e.V.

Die Ankündigung der Veranstaltung können Sie herunterladen:  icon Flugtage Schleißheim 2012 (1.63 MB)

 

  

Amerikaner erscheinen den Europäern oft rätselhaft – das ist nichts Neues. Der Rest der Welt hat immer schon mit einer Mischung aus Skepsis und Begeisterung, Euphorie und Verzweiflung in Richtung USA geschaut. Um 1900 gab es einen Politiker, der bei traditionellen europäischen Führern Amüsement, Verärgerung, Angst und Respekt gleichermaßen auslöste: „Teddy Roosevelt“.

Von Dietmar Kuegler

Roosevelt war so amerikanisch, wie das Klischee es nur für möglich hält. Er strahlte Autorität aus. Die Erinnerung an ihn ist mit einem „dicken Knüppel“ verbunden; seine Devise war: „Sprich mit leiser Stimme, aber trage einen großen Stock bei dir.“ Dieser Mann, vermutlich mit Recht als einer der größten Präsidenten der USA angesehen, sorgte dafür, daß die Vereinigten Staaten unüberhörbar in die Weltpolitik eingriffen. 1901 formulierte er sein Credo schon bei Antritt seiner Vize-Präsidentschaft unmißverständlich: „Wir sind eine junge Nation, die bereits jetzt eine gigantische Stärke hat und deren politische Stärke erst eine Andeutung der Macht ist, die wir noch bekommen werden.“ ...

Den vollständigen Artikel finden Sie in der RWM-Depesche 07 ab Seite 462.

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China war für Spaniens Pistolenbauer lange Jahre ein hervorragender Markt; als er gesättigt war, mußten sie sich neue Kunden suchen. In den folgenden Jahren belieferten sie die spanische Polizei, die beiden verfeindeten Parteien des spanischen Bürgerkriegs, die Deutsche Wehrmacht und schließlich Länder der dritten Welt.
Von Leonardo M. Antaris
Übersetzung: Albrecht Simon

Der chinesische Markt hatte nach dem Ersten Weltkrieg spanische Kopien der langen Mauser-Pistole C 96 begierig aufgesaugt (vgl. RWM 03, S. 202ff.). Die Hersteller im spanischen Baskenland fertigten vor allem Pistolen mit der Möglichkeit, vollautomatisch zu schießen. Das war nicht sinnvoll, aber verkaufsfördernd.
Der nächste Schritt war, die Munitionskapazität der Pistolen zu erhöhen; Beístegui und Astra führten 20-Schuß-Pistolen ein. Anders als bei der Mauser, deren 20-Schuß-Griffstück aus einem Stück geschmiedet wurde, setzten Beístegui und Astra 10-Schuß-Verlängerungen per Schwalbenschwanz an das Standardgriffstück an. Gleichzeitig wurden nach dem Motto „größer ist besser“ die Läufe von 140 mm auf 180 mm verlängert. Eine Anzeige aus der Zeit läßt vermuten, daß zunächst Beístegui die 20-Schuß-Möglichkeit beim Modell H und später beim Modell MM 31 angeboten hat. Astra folgte jedoch auf dem Fuße und benannte ihre 20-Schuß-Pistole M 902.
Um diese riesigen Pistolen unterzubringen, gab es erhebliche Änderungen am Anschlagschaft.

Das Königreich Spanien geriet durch die Niederlage gegen die Vereinigten Staaten von Nordamerika in eine ernste Krise. Des kolonialen Glanzes entledigt, zeigte sich nun erbarmungslos die Rückständigkeit der „sterbenden Nation“. Die Ausrichtung auf Nordafrika führte zu neuen Konflikten.

Von Dr. Klaus-Jürgen Bremm

Alles sei in diesem unseligen Land zerbrochen, klagte am 7. Februar 1901 der in Nordspanien erscheinende „El Correo“ (Kurier). Eine Regierung gäbe es nicht mehr, ebenso wenig wie eine Armee oder Marine. Alles sei nur noch eine Fiktion, bloße Dekadenz und blanker Ruin. Kaum drei Jahre war es her, daß Spanien in einem kurzen und desaströsen Krieg gegen die Vereinigten Staaten den bescheidenen Rest seines jahrhundertealten
kolonialen Glanzes verloren hatte. ...

Den vollständigen Artikel finden Sie in der RWM-Depesche 07 ab Seite 444.

 

 

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China war für Spaniens Pistolenbauer lange Jahre ein hervorragender Markt; als er gesättigt war, mußten sie sich neue Kunden suchen. In den folgenden Jahren belieferten sie die spanische Polizei, die beiden verfeindeten Parteien des spanischen Bürgerkriegs, die Deutsche Wehrmacht und schließlich Länder der dritten Welt.
Von Leonardo M. Antaris
Übersetzung: Albrecht Simon

Der chinesische Markt hatte nach dem Ersten Weltkrieg spanische Kopien der langen Mauser-Pistole C 96 begierig aufgesaugt (vgl. RWM 03, S. 202ff.). Die Hersteller im spanischen Baskenland fertigten vor allem Pistolen mit der Möglichkeit, vollautomatisch zu schießen. Das war nicht sinnvoll, aber verkaufsfördernd.
Der nächste Schritt war, die Munitionskapazität der Pistolen zu erhöhen; Beístegui und Astra führten 20-Schuß-Pistolen ein. Anders als bei der Mauser, deren 20-Schuß-Griffstück aus einem Stück geschmiedet wurde, setzten Beístegui und Astra 10-Schuß-Verlängerungen per Schwalbenschwanz an das Standardgriffstück an. Gleichzeitig wurden nach dem Motto „größer ist besser“ die Läufe von 140 mm auf 180 mm verlängert. Eine Anzeige aus der Zeit läßt vermuten, daß zunächst Beístegui die 20-Schuß-Möglichkeit beim Modell H und später beim Modell MM 31 angeboten hat. Astra folgte jedoch auf dem Fuße und benannte ihre 20-Schuß-Pistole M 902.
Um diese riesigen Pistolen unterzubringen, gab es erhebliche Änderungen am Anschlagschaft.

Der Spanisch-Amerikanische Krieg des Jahres 1898 wird auf Kuba als „Kubanischer Unabhängigkeitskrieg“ bezeichnet. Er ist ein Paradebeispiel dafür, wie historische Prozesse manchmal irrational verlaufen. Ihre Aufarbeitung entbehrt oft nicht nur der Logik,
sondern zeigt auch fehlendes Verständnis der
betroffenen Völker für das, was passiert.

Von Dietmar Kuegler

Dieser Krieg ist heute in den Vereinigten Staaten von Amerika – und vermutlich auch in Spanien – fast vergessen. ...

Den vollständigen Artikel finden Sie in der RWM-Depesche 07 ab Seite 438.

 

 

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China war für Spaniens Pistolenbauer lange Jahre ein hervorragender Markt; als er gesättigt war, mußten sie sich neue Kunden suchen. In den folgenden Jahren belieferten sie die spanische Polizei, die beiden verfeindeten Parteien des spanischen Bürgerkriegs, die Deutsche Wehrmacht und schließlich Länder der dritten Welt.
Von Leonardo M. Antaris
Übersetzung: Albrecht Simon

Der chinesische Markt hatte nach dem Ersten Weltkrieg spanische Kopien der langen Mauser-Pistole C 96 begierig aufgesaugt (vgl. RWM 03, S. 202ff.). Die Hersteller im spanischen Baskenland fertigten vor allem Pistolen mit der Möglichkeit, vollautomatisch zu schießen. Das war nicht sinnvoll, aber verkaufsfördernd.
Der nächste Schritt war, die Munitionskapazität der Pistolen zu erhöhen; Beístegui und Astra führten 20-Schuß-Pistolen ein. Anders als bei der Mauser, deren 20-Schuß-Griffstück aus einem Stück geschmiedet wurde, setzten Beístegui und Astra 10-Schuß-Verlängerungen per Schwalbenschwanz an das Standardgriffstück an. Gleichzeitig wurden nach dem Motto „größer ist besser“ die Läufe von 140 mm auf 180 mm verlängert. Eine Anzeige aus der Zeit läßt vermuten, daß zunächst Beístegui die 20-Schuß-Möglichkeit beim Modell H und später beim Modell MM 31 angeboten hat. Astra folgte jedoch auf dem Fuße und benannte ihre 20-Schuß-Pistole M 902.
Um diese riesigen Pistolen unterzubringen, gab es erhebliche Änderungen am Anschlagschaft.

Der Kanzler des Deutschen Reiches und ehemalige preußische Ministerpräsident Otto von Bismarck hat ein Tondokument hinterlassen. Auch Helmuth von Moltke sprach auf eine Wachsrolle. Die sensationellen Aufnahmen sind nun wiederentdeckt worden.

Im Jahr 1889 und 1890 fertigte ein Mitarbeiter Edisons Aufnahmen der Stimmen von Otto von Bismarck und Helmuth von Moltke an. Der 74-jährige Bismarck zitiert das studentische "gaudeamus igitur", ein englisches Gedicht, die Marseillaise und einen Rat an seinen Sohn Herbert in Form einer Spruchweisheit. Der 89-jährige Moltke rezitiert Shakespeare und Goethes Faust.

Die Aufnahmen zeigen unter anderem, daß Bismarck eine sonore, keine Fistelstimme hatte. Sie wurden in einem Raum wiederentdeckt, der zu Edisons Laboratorium gehörte. Die Entdeckung wurde am 30. Januar 2012 von Mitarbeitern des Thomas Edison National Historical Park in West Orange, N.J. bekanntgemacht. Daß Aufnahmen gemacht wurden, war bekannt. Die Suche der Otto von Bismarck-Stiftung in Friedrichsruh war seit 2005 aber erfolglos gewesen. Der Leiter, Dr. Lappenküper, hatte vermutet, daß sie für immer verloren seien.

Die Rollen waren 1957 in einer Holzkiste aufgetaucht, aber erst kürzlich digitalisiert und ausgewertet worden. Adelbert Theodor Edward Wangemann, der seit 1888 für Edison arbeitete, versuchte 1889 mit solchen Prominentenaufnahmen die Tauglichkeit des Edisonschen Phonographen allgemein bekannt zu machen. Bisher war nur eine Brahms-Aufnahme Wangemanns bekannt.

Die Aufnahme v. Bismarcks ist auf Youtube zu hören. Den ersten Bericht in der New York Times vom 31. Januar 2012 finden Sie hier.

rwm-05-fabrique-nationale-fn-luettich-herstal-teil-zweier-imperienDie Fabrique Nationale in Herstal bei Lüttich entwickelte sich Ende des 19. Jahrhunderts zur modernen Waffenschmiede. Sie war Teil zweier Imperien: Das erste war Belgien mit seinen Kolonien. Das zweite war das Firmen-imperium der Gebrüder Loewe.

Von Dr. Elmar Heinz

"Kleines Land, kleiner Geist". Mit diesen wenig schmeichelhaften Worten beschrieb Leopold von Sachsen-Coburg Belgien. Der Mann schien die Materie recht gut zu kennen – als Leopold II. war er bis 1909 König der Belgier. Vergleicht man das Land zwischen Ardennen und Nordsee mit Leopolds hochtrabenden kolonialen Ambitionen, mag dieser Vergleich – aus seiner Sicht – gestimmt haben. Seit der Berliner Konferenz von 1885 besaß der Monarch als Privatmann in Afrika ein Gebiet, das über 70 Mal größer war als das „kleine„ Belgien und ihm durch reiche Rohstoffvorkommen sowie die brutalen Ausbeutungsmethoden, die als „Kongogreuel„ in die Geschichte eingingen, enormen Reichtum brachte. Im Jahr 1908 gab Leopold die Kolonie an den Staat ab. „Belgisch Kongo„ blieb bis 1960 die einzige belgische Kolonie von Bedeutung – das Imperium blieb überschaubar.

  

Untypisch für den Zweiten Burenkrieg mag die Schlacht von Magersfontein gewesen sein. Neben eklatangten Führungsfehlern zeigt sie aber schon Merkmale dessen, was 15 Jahre später das alte Europa zerstören sollte: des Material- und Grabenkrieges.

Von Dr. Elmar Heinz

Bilder: Mag. Reinolf Reisinger

 

Die Briten folgten einem „Hilferuf“ der „uitlanders“ in den Republiken vom Mai 1899 gerne. Mitte November hatten sie genügend Truppen am Kap, um angreifen zu können. Eines der ersten Ziele war Kimberley an der Grenze des Freistaats zum Griqualand (s. S. 220 F4). Die Stadt, in der sich Cecil Rhodes aufhielt, war abgeschnitten. Ein Entsatzversuch führte im Dezember zur Schlacht von Magersfontein, wo konventionell ausgebildete Briten mit locker formierten Buren rangen.