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Untypisch für den Zweiten Burenkrieg mag die Schlacht von Magersfontein gewesen sein. Neben eklatangten Führungsfehlern zeigt sie aber schon Merkmale dessen, was 15 Jahre später das alte Europa zerstören sollte: des Material- und Grabenkrieges.

Von Dr. Elmar Heinz

Bilder: Mag. Reinolf Reisinger

 

Die Briten folgten einem „Hilferuf“ der „uitlanders“ in den Republiken vom Mai 1899 gerne. Mitte November hatten sie genügend Truppen am Kap, um angreifen zu können. Eines der ersten Ziele war Kimberley an der Grenze des Freistaats zum Griqualand (s. S. 220 F4). Die Stadt, in der sich Cecil Rhodes aufhielt, war abgeschnitten. Ein Entsatzversuch führte im Dezember zur Schlacht von Magersfontein, wo konventionell ausgebildete Briten mit locker formierten Buren rangen.

Kampfweise der Buren 1899. Kaum jemand war zwar auf den Krieg vorbereitet, aber so wenig auf Ruhm aus wie die Buren. Sie waren Meister darin, einem überlegenen Feind die Handlung vorzuschreiben, bevorzugten aber die „sichere Methode des Gefährlichseins“ (Maurice, I, 69). Das gewohnte selbständige Handeln kam ihnen zugute, da ohne Fernmeldemittel keine zentrale Führung großer Verbände möglich war. Die Buren tarnten Stellungen gewissenhaft, sicherten sie mit Stacheldraht und legten Verbindungswege an. Das Gewehrfeuer eröffneten sie erst, wenn es entscheidend wirkte. Die Artillerie war unabhängig über die Front verteilt, schoß präzise und „intelligent“.

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