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RWM 17 Großbritannien Armee Gewehr Charge Loading Lee Enfield

Wir stellen Ihnen ein britisches C.L.L.E. vor. Oder ist es genaugenommen ein M.L.E.C.L.R, Mk I – oder Mk I*? Bei den Briten muß man genau hinschauen. Das macht sie so interessant.

Karabiner 88 des Ulanen-Regiments „König Karl“Spannend ist es, dieser Waffe ihre Geschichte zu entlocken. Sie ist im Fundzustand und trägt einen raren Riemen. Der Gesamtzustand gibt zu ein paar Berechnungen Anlaß.

Von Dr. Elmar Heinz

Auf den ersten Blick war er „hinüber“; Rost auf den Metallteilen, ein Lauf wie ein Ofenrohr, ein Riß im Schaft. Doch auf den zweiten Blick ist es nicht schade um das Stück – es ist vielmehr gut, daß es nicht „aufgehübscht“ wurde. So kann man an dieser Waffe ihre Geschichte ablesen. Der Karabiner ist so, wie er ist, also spannender als ein neuwertiges Kammerstück.

Herkunft der Waffe. Dieser Karabiner 88 stammt aus dem Raum Ulm und mit großer Sicherheit aus dem Eigentum eines ehemaligen Ulanen. Der letzte Eigentümer berichtet, daß er noch als Jugendlicher an Treffen ehemaliger Regimentsangehöriger teilgenommen habe. 

Der Truppenstempel „19.U.4.112“ weist auf die 4. Schwadron des 2. württembergischen Ulanen-Regiments „König Karl“ № 19 hin. Das Regiment wurde im Jahr 1894 von Stuttgart nach Ulm verlegt. 2. und 5. Schwadron kamen in Ulm-Wiblingen im ehemaligen Kloster unter. Der Regimentsstab sowie die 1., 3. und 4. Schwadron kamen nach Ulm in die alte Zeughauskaserne. Graf Zeppelin wurde „durch die Gnade unseres Königs“, wie es damals notiert wurde, im Jahr 1909 á la suite des Regiments gestellt. 1912 wurden der Stab und die drei Schwadrone in die neugebaute Kaserne bei der Vorstadt Söflingen verlegt. Im Herbst 1914 sollten auch die beiden übrigen Schwadrone dort unterkommen, der Beginn des Krieges mit Rußland, Großbritannien und Frankreich verhinderte dies aber.

Im Jahr 1914 war die deutsche Kavallerie vor allem zur Aufklärung gedacht. Deshalb fehlten ihr beispielsweise Feldküchen. Sie mußte sich abends vom Feind lösen, um ein Lager aufzuschlagen. Die Kavallerie verfügte schon über Funkstationen, die aber nur kurze Strecken überbrückten. Meldungen mußten deshalb per Reiter überbracht werden und waren oft veraltet, wenn sie den Empfänger erreichten – älter als die der militärischen Fliegerei (s. RWM 15, S. 1132f.). Für die Kavallerie blieb nach dem August 1914 an der Westfront nur noch, abzusitzen und infanteristisch zu kämpfen. Allerdings gehörte das Regiment „König Karl“ ...

Den vollständigen Artikel finden Sie in RWM-Depesche 16 auf den Seiten 1126 bis 1133. 

Die RWM-Depesche 16 können Sie im RWM-Kiosk online durchblättern und bestellen.

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Die Tschechoslowakei führte Mitte der 1920er Jahre mit dem vz 24 einen Mauser-Karabiner ein, der schnell auch zum Exportschlager wurde. Für die Deutsche Wehrmacht wurde er bis 1942 weitergefertigt. Wir haben für sie neue Fakten zusammengetragen.

Von Gerhard Ortmeier M.A. und Andreas Lein

Am 28. Oktober 1918 ging die neu gegründete Tschechoslowakische Republik (ČSR) als einer der zahlreichen Nachfolgestaaten aus dem zerschlagenen Habsburger-Reich Österreich-Ungarn hervor. Sie war als multinationaler Staat angelegt. Von den etwa 14 Millionen Staatsbürgern waren 50,82 Prozent Tschechen und 14,71 Prozent Slowaken. Daneben fanden sich als größte Minderheit auch 23,36 Prozent Deutsche, 5,57 Prozent Ungarn und 3,45 Prozent Ruthenen. Außerdem lebten in dem Gebiet etliche Rumänen, Polen und Kroaten. Das neu erstandene, multikulturelle Staatsgebilde war natürlich entsprechend unruhig. Die tschechoslowakische Regierung brauchte eine zuverlässige, starke Armee, um den Staat zusammenzuhalten.

Allerdings hatten diese neuen Streitkräfte einen gravierenden Schwachpunkt: Sie setzten sich aus ehemaligen Verbänden der österreich-ungarischen, der französischen, der italienischen und der russischen Armee zusammen. Diese brachten ihre Waffen und Beutewaffen mit. So entstand eine verwirrende Vielfalt an Handfeuerwaffen, die Ausbildung, Wartung und Versorgung äußerst behinderte. Dazu gaben die westlichen Siegermächte, vor allem Frankreich, nach Kriegsende zahlreiche Gewehre und Karabiner 98 aus erbeuteten deutschen Beständen ab. Es dürfte sich um etwa 100 000 Exemplare gehandelt haben. Noch im Jahre 1921 waren 77 000 dienstfähige Mauser-Schußwaffen 98 in der Armee vorhanden. Drei Jahre nach Kriegsende lagen 92 verschiedene Handfeuerwaffen-Modelle mit diversen Kalibern in ihren Waffenkammern. ...

Den vollständigen Artikel finden Sie in RWM-Depesche 15 auf den Seite 1060 bis 1069. 

Die RWM-Depesche 15 können Sie im RWM-Kiosk online durchblättern und bestellen.

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Das italienische Heer führte nach dem Ersten Weltkrieg mit dem “Tromboncino” eine besondere Waffe ein: einen Karabiner mit angebautem Granatbecher. Man zog damit die Lehren aus dem Grabenkrieg. Lesen Sie, wie sich das Konzept bewährte.

Von Adriano Simoni

Seit den Ersten Weltkrieg dachte man im königlich italienischen Heer daran, die Infanterie mit einem Granatwerfer kleinen Kalibers auszustatten. Außerdem sollte dieser an das Carcano-Gewehrsystem 91 anbaubar sein.

Entwickelt wurde hierzu eine Gewehrgranate, die dem französischen Typ Vivien Bessiere entsprach. Sie wurde in den Lauf des Gewehrs eingeführt. Die Bertone-Granate wurde durch eine normale 6,5-mm-Infanteriepatrone angetrieben. Deren Geschoß flog durch eine zentrale Bohrung in der Granate. Die Flamme der Treibladung schlug durch ein Loch in der Granate und zündete dort die Zündschnur mit einigen Sekunden Verzögerung an.

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Dieser schwedische Karabiner ist irgendwie anders – mit seinem Kaliber von 7 mm×57 weicht er von der Norm ab. Lesen Sie, wie dieser kleine Schwede nach Südamerika kam und wie selten er hierzulande ist.

Von Gerhard Ortmeier M.A.

Dieser klassische Kavallerie-Karabiner ist kurz, handlich, führig und vollgeschäftet. Der Oberring bildet eine Kappe mit Korn und Kornschutzbacken. Der Kammerstengel ist gebogen und liegt eng am Schaft an. Beschriftet ist die Hülse mit dem Namen der Herstellerfirma, mit „ Carl Gustafs Stads Gewärfaktori“. Das deutet neben den Kontrollstempeln des schwedischen Abnahmepersonals eindeutig auf einen schwedischen Karabiner 94 hin. So weit so gut – aber die schwedische Ordonnanzpatrone paßt nicht.

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Preußische Sparsamkeit führte in Chile dazu, daß die vorhandenen Repetierbüchsen bis ultimo genutzt wurden. Das Steyr-Gewehr Modell 1912 wurde umgebaut und umgerohrt – lesen Sie die Geschichte eines Mauser-Gewehrs, das aus Österreich nach Chile und dann nach Deutschland kam.

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Die Geschichte deutscher Waffen in Argentinien war mit den Ersten Weltkrieg nicht beendet. Das Land nutzte seine deutschen Gewehre über Jahrzehnte weiter. Präzise Waffen baute man zu Zielfernrohrgewehren aus. Die Bemühungen zur Errichtung einer eigenen Gewehrfabrik hingegen schleppten sich über Jahrzehnte hin.

Von Gerhard Ortmeier M.A.

Das Modell 1909 als Scharfschützenwaffe – zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren die argentinischen Militärs so weitsichtig, daß sie die Bedeutung des präzisen Schusses mit einem Zielfernrohrgewehr im Gefecht erkannten. Bereits 1903 wurde eine Kommission gebildet, die sich mit der Frage der Beschaffung eines ZF-Gewehres befaßte. Wie bereits in RWM 10 erwähnt, hatte man 1913 in Frankreich von der Firma Société d’Optique et de Mécanique 500 Zielfernrohre erworben. Neben dem Gewehr M 1891 wurden später die Pionierkarabiner und Reiterkarabiner M 1909 mit dieser Zielhilfe bestückt. 1926 nahm man die Zielfernrohre von den M 1891 ab und montierte sie am Pionier-Karabiner M 1909. Das 3×30-Glas wurde auch bei dem M 1909 an der linken Seite befestigt. Die mit dem SOM-Glas ausgestattete Waffe hieß Modell 1909/13.

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Lateinamerikanische Waffen sind spannend. Am Beispiel Argentinien zeigen wir den Fortschritt der Waffenentwicklung und berichten über die große und kleine Politik, über regionale und weltweite Intrigen und Konflikte, über das Denken von Militärs, Händlern und Rüstungsfachleuten.

Von Gerhard Ortmeier M.A.

Eine entscheidende Wende im militärischen Denken erfolgte weltweit in den 1870er Jahren. Der glänzende Sieg der mit der preußischen Armee verbündeten Streitkräfte der deutschen Bundesstaaten hatte 1870/71 (s. RWM 02) international tiefe Spuren hinterlassen. Bis zu diesem Zeitpunkt besaßen die Streitkräfte der „Grande Nation“ Frankreich weltweit Vorbildcharakter. Nun löste aber die deutsche Pickelhaube die französischen Kepis und die roten Hosen ab. Als strahlender Stern am militärischen Himmel tauchte nun das deutsche Heer auf.

Deutsches in Lateinamerika gefragt.

Diese Neuigkeit wanderte recht schnell über den Großen Teich. Selbst die Streitkräfte der Vereinigten Staaten von Amerika führten die Pickelhaube ein. Der Sieg der Deutschen über die Franzosen hatte auch Auswirkungen auf die Militärdoktrin der süd- und mittelamerikanischen Staaten. Speziell die beiden stets verfeindeten Länder Argentinien und Chile blickten intensiv nach Deutschland und auf das deutsche Militär.

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Neu in unserem Angebot:

Storz, Dieter: Schußwaffen 88 und 91 sowie Ziel- und Fechtgewehre, Seitengewehre und Patronentaschen

Farbbildband, 400 Seiten, rund 700 Fotos und Abbildungen, Leinen gebunden mit Schutzumschlag, Großformat: 29,5 cm × 26 cm

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RWM 09_622Wir stellen einen Säbel, zwei Revolver sowie einen Karabiner von Österreich-Ungarns Traindivision Nr. 14 vor. Die Waffen taten zur selben Zeit in der selben Einheit Dienst – ein Glücksfall für den Sammler.

Gerhard Ortmeier M.A. und Mag. Reinolf Reisinger

„Die beste Truppe war der Train, der trug den Säbel nur zum Schein, und damit er keinen tötet, war er oben zugelötet“. Die launigen Zeilen eines Gassenhauers zeigen deutlich: Der Ruf von militärischen Nachschub- und Versorgungsformationen war auch vor 1914 nicht besonders glänzend. Da machten die Infanterie als „Krone aller Waffen“, die elitäre Kavallerie und die feuerstarke Artillerie bei Militär und Zivil schon weit mehr her.

Jedoch beruhte die militärische Schlagkraft dieser imageträchtigen Truppengattungen nicht zuletzt auf den Leistungen des Trains. Der führte nämlich die zur Erhaltung der Kampfkraft nötigen Mittel nach, wie etwa Munition, Bekleidung, Sanitätsmaterial und Verpflegung. Zum Train gehörten alle dazu notwendigen Transportmittel, wie Fuhrwerke, Zugpferde und Tragetiere einschließlich des benötigten Personals.