RWM-Depesche.de
- Anzeige -

Zeige Deinen Freunden, daß es Dir gefällt!

FacebookTwitterGoogle BookmarksLinkedinPinterest

www.rwm depesche.de hermann historica auktion 73 c96 jagdkarabiner

Die 73. Auktion von Hermann Historica München brachte sehr gute Ergebnisse, teils mit einer Vervielfachung der Taxe. Insgesamt kamen knapp 6‘500 Sammlungsstücke zum Aufruf. Von besonderem Interesse sind einige versteigerte Kurzwaffen.

Wahre Sammlerträume fanden sich unter den Schußwaffen aus fünf Jahrhunderten, so die Selbstladepistole Roth-Theodorovic Mod. 1901, eine von 33 in Österreich-Ungarn im Truppenversuch erprobten Pistolen. Die Rarität in sehr guter Gesamterhaltung wurde mit 20'000 Euro zugeschlagen (Ausruf 12'000 Euro). Die Selbstladepistole Roth-Theodorovic Mod. 1897/98 hatte zuvor an den Versuchen in der Schweiz teilgenommen. Mit 9‘000 Euro wurde eine vernickelte Repetierpistole Schulhof Mod. 1887 aus dem Jahr 1888 in sehr gutem Zustand versteigert. Moderat mit 4‘500 Euro angesetzt, erzielte dagegen eine Astra Model F (mit Kasten und Anschlagsbrett) der Guardia Civil aus der Lieferung im Jahr 1935 14‘000 Euro. Für einen originalen, langläufigen Mauser-C96-Jagdkarabiner in Kaliber 7,63 mm von 1905 mit abnehmbarem Schaft und brauner Ledertragetasche konnte die Taxe (9'500 Euro) mit dem erfreulichen Hammerpreis von 28‘000 Euro weit überboten werden.

www.rwm depesche.de hermann historica auktion 73 roth truppenversuch

Mit der ausgezeichneten Sammlung des Heinz-Walter Hebestreit kamen qualitätsvolle Lang- und Kurzwaffen Hannoveraner Büchsenmacher des 17. bis 19. Jahrhunderts zur Auktion. Über 40 Jahre kenntnisreich und mit großem Engagement zusammengetragen, konnten nun die kunstfertigen Arbeiten der hochangesehenen norddeutschen Vertreter der Zunft erworben werden.

Singuläre Stücke wie eine bedeutende dreischüssige Radschloßpistole von 1610 kamen im Kapitel der antiken Schußwaffen zur Versteigerung. Nur in wenigen Museumsbeständen dokumentiert und fast nie am Markt angeboten, konnte dieses absolute Rarissimum mit 34‘000 Euro, 4‘000 Euro über dem Startpreis zugeschlagen werden. Die Pistole mit aufwendiger Mechanik und drei Schlossen und war in Deutschland mit Einlagen aus graviertem und geschwärztem Bein im Vollschaft aus Nußbaumholz gefertigt worden.

www.rwm depesche.de hermann historica auktion 73 radschloß drei schuß

Nicht minder selten war eine Kombinationswaffe von Streitaxt mit Radschloßfeuerwaffe, Nürnberg um 1580. Mit Akanthusdekor an Lauf und Bügel und ebenfalls mit einem Schaft aus Nußbaumholz wurde dieser Beleg feinster Schmiede- und Büchsenmacherarbeit zu seiner Taxe von 28‘000 Euro versteigert.

In sehr gutem unberührtem Zustand und aus gleicher Zeit und Region eine zweischüssige Ganzmetall-Radschloßpistole. Auch hier fanden Seltenheit und Erhaltung Niederschlag im Preis und so war die gemarkte Waffe einem Sammler das Limit von 25‘000 Euro wert.

Begeistern konnten auch ein überaus dekoratives Werk des Filippo Moretti, eine um 1700 in Brescia gearbeitete, geschnittene, teils vergoldete Prunk-Steinschloßpistole, die binnen Minuten von 5‘800 Euro auf 23‘000 Euro beboten wurde und ein süddeutsches Luntenschloß-Petronel, zu dem sich ein Vergleichsstück im Metropolitan Museum in New York fand, verkauft zum Startpreis von 15‘000 Euro.

Alle genannten Preise sind Nettopreise und verstehen sich zuzüglich 23 Prozent Aufgeld.

 

Logo Hermann Historica 400 

Das gesamte Angebot finden Sie auf der Netzseite des Auktionshauses.

+++ rwm +++