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Der preußische Pionieroffizier Julius Scheibert bereiste im Jahr 1863 im Auftrag des preußischen Kriegsministeriums den Kriegsschauplatz zwischen Nord- und Südstaaten. Er beschreibt in diesem Buch unter anderem die Schlachten bei Chancellorsville und Gettysburg sowie die Belagerung von Charleston.

Verlagsfrischer, bibliophil ausgestatteter Neudruck auf einem schönen alterungsbeständigen und säurefreien Werkdruckpapier, das den Originaleindruck am Besten wiedergibt. Gebunden als robuste Bibliotheksversion in Ganzleinen mit Rückenprägung. Ein dem Stil des Originaltitelblatts entsprechender Umschlag wurde auf dem Vorderdeckel aufgezogen.

Scheibert, Justus: Sieben Monate in den Rebellen-Staaten während des nordamerikansichen Krieges 1863. Mit vier Gefechts- und Situationsplänen. 126 Seiten. Stettin 1868 (Neudruck 2013). Preis: 38,90 Euro

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Das Buch "Soldiers" enthält neun umfangreiche Beiträge von Dietmar Kuegler zur nordamerikanischen Militärgeschichte.

Im Laufe von zehn Jahren schrieb Dietmar Kuegler zahlreiche ausführliche Abhandlungen über einige der markantesten Ereignisse der amerikanischen Militärgeschichte. Diese Beiträge fanden weltweit Beachtung. Sie decken ein weites Spektrum der amerikanischen Geschichte vom 18. bis zum 20. Jahrhundert aus militärischer Sicht ab. Wissenschaftlich dokumentiert, detailliert und so umfassend wurden diese Themen in deutscher Sprache selten bearbeitet.

Der Österreichische Milizverlag hat die wichtigsten dieser im „Pallasch“ erschienenen Beiträge nun als Sonderband herausgebracht. Kuegler hat die Beiträge überarbeitet und mit einem umfangreichen Nachwort versehen.

Mit einem Geleitwort von Andrew Masich, Präsident der Historischen Gesellschaft von Western-Pennsylvania und Vorsitzender der Museumskommission von Pennsylvania. Maisch ist einer der prominentesten amerikanischen Historiker. Er verfaßte das Buch „Civil War in Arizona“ und ist Co-Autor der Bücher „Cheyenne Dog Soldiers“ und „Halfbreed-The Life of George Bent“.

Kuegler, Dietmar: Soldiers. Amerikanische Militärgeschichte 1756 – 1916. Großformat. Rund 240 Seiten, 350 Abbildungen (Fotos und Karten). Preis: 33,00 Euro.

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Neu in unserem Angebot:

Pawlas, Karl (Hg.): Uniform und Waffe des Soldaten von der Steinzeit bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts (Heeresgeschichte, Chronica-Reihe: H, Folge H1).

52 Seiten. Nürnberg 1968. Format: 28,0 cm × 21,7 cm. Preis: 5,00 Euro

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Die Feiern konnten 1863 und 1913 verschiedener kaum ausfallen. Zu unterschiedlich war die Lage Deutschlands zum 50. und zum 100. Jahrestag der Völkerschlacht.

Von Dr. Klaus-Jürgen Bremm

Mehr als 500 Feuer sollen es gewesen sein, die anläßlich des ersten Jahrestages der schicksalhaften Schlacht von Leipzig in der Nacht zum 19. Oktober 1814 den gesamten südwestdeutschen Raum illuminierten. Der kriegerische Korse weilte erst seit einem halben Jahr in seinem vorläufigen Exil auf der Insel Elba und schmiedete dort fieberhaft Pläne für seine Rückkehr auf die europäische Bühne. Derweil röteten vom Westerwald und vom Donnersberg her über den Taunus bis hin zum Odenwald Hunderte von Bränden den herbstlichen Himmel, in deren Schein sich Tausende von Menschen zu Tanz und Festessen eingefunden hatten.

 

rwm_Buch_Pflanze_Bismarck_200Pflanze, Otto: Bismarck. Der Reichsgründer. 906 Seiten, München 2008. ISBN 978-3-406-548222, Preis: 19,90 €

Ein skrupelloser Machtmensch. Otto Pflanzes Bismarckbiografie ist mehr eine diplomatische Studie, jedoch keine wirkliche Lebensbeschreibung


Er verfolgte seine Gegner mit nie erlöschendem Haß, hatte als Politiker stets ein gespaltenes Verhältnis zur Wahrheit und umging oder mißachtete die Gesetze seines Landes, wenn es ihm paßte. Die Rede ist von dem märkischen Junker Otto von Bismarck, jahrzehntelang eine Ikone der Nationalkonservativen im Reich, die ihn als politisches Genie und Demiurgen der Macht verehrten. Der Schönhausener war wahrlich keine Sympathiegestalt und seine scheinbar größte Leistung, die Gründung des Deutschen Reiches, eine autoritäre Fehlkonstruktion, die mit dem Abgang ihres Architekten zum Untergang verurteilt war.

Der Amerikaner Otto Pflanze hat in seinem zweibändigen Opus Magnus über den „Eisernen Kanzler“ die letzten hagiographischen Stützpfeiler des überkommenen Bismarckbildes beseitigt. Zwar läßt auch der langjährige Geschichtsprofessor am Bard College in Annendale (New York) und Schüler des Emigranten Hajo Holborn keinen Zweifel an der außergewöhnlichen politischen Begabung des pommerischen Gutsherrn und Privatiers, dem erst die Revolution von 1848/49 zu seiner einmaligen Karriere verholfen hat. Doch sein scheinbar vorurteilsfreier Blick auf Mächte und Staatsmänner, seine Äquidistanz zu Liberalen und Konservativen waren auch die Folge eines frühen Außenseitertums des jungen Bismarcks, der seine ehrgeizige Mutter haßte und seinen Vater, einen leutseligen Gemütsmenschen, verachtete. Der junge Bismarck ließ sich kaum, wie Pflanze betont, von den klassischen Bildungsidealen ansprechen. Sein Studium verbummelte er ebenso wie seinen Einstieg in die preußische Beamtenlaufbahn. Ohne die Revolution von 1848 hätte Bismarck vermutlich sein Leben als pommerischer Junker zwischen Jauchegrube und Jagdtrophäen beschlossen.

rwm_Buch_Keegan_amerikansicher_buergerkriegKeegan, John: Der Amerikanische Bürgerkrieg. 512 Seiten, Rowolth Berlin 2010, ISBN 978-3-871-134-668 2. Preis: 26,95 €

Konfus und fehlerhaft. John Keegans Geschichte des Amerikanischen Bürgerkrieges ist alles andere als ein Meisterwerk.

Fraglos zählte der Amerikanische Bürgerkrieg zu den größten militärischen Konflikten des 19. Jahrhunderts. Nicht nur seine vierjährige Dauer oder die ungeheure Weite der Kampfgebiete wiesen ihm diesen Rang zu, auch die große Zahl der auf beiden Seiten kämpfenden Soldaten sowie die Höhe ihrer Verluste machten ihn innerhalb seiner Epoche beinahe beispiellos. Die erstmals in vollem Umfang zum Einsatz gekommenen modernen Technologien wie Eisenbahnen, Panzerschiffe, Telegraphen sowie Geschütze und Gewehre mit gezogenen Läufen stellten die etwa zeitgleichen Kriege der professionellen europäischen Armeen auf der Krim, in Norditalien, Dänemark, Böhmen und Frankreich weit in den Schatten.

Zwischen 1861 und 1865 trugen die Streitkräfte der beiden amerikanischen Konfliktparteien mehr als 230 größere Gefechte gegeneinander aus und es starben auf beiden Seiten insgesamt 620.000 Soldaten, wobei allein der Süden mit 260.000 Toten in vier Jahren mehr als ein Viertel seiner wehrfähigen Bevölkerung verlor. Erstmals wurde auch durch eine gezielte Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen die Zivilbevölkerung des Südens, deren Verluste nie jemand gezählt hat, in Mitleidenschaft gezogen.

amerikanischer-buergerkrieg-reenactment-deutschlandReenactment – die deutschen Brüder in Blau und Grau 

Die Waffen des Bürgerkrieges kamen in Form italienischer Repliken bereits in den 1960er Jahre nach Deutschland. Das Nachstellen historischer Szenen wurde erst in den 1980er Jahren so beliebt, daß sich zwei Dachverbände gründeten. Es gibt viele Wege, Geschichte neu zu erleben.


Von Dr. Elmar Heinz

Im Jahr 1985 wurde in Deutschland das erste Bürgerkriegs-Reenactment auf dem Truppenübungsplatz Baumholder in Rheinland-Pfalz durchgeführt. Für Einzelgruppen war dies eine große Herausforderung. Zum einen gab es versicherungstechnische Probleme, zum anderen war die Anmietung der Übungsplätze besser durch einen großen Verein zu bewerkstelligen. Aus diesem Grund wurde im Herbst desselben Jahres der Verband UCR e.V. (Union & Confederate Reenactors) ins Leben gerufen. Anfang der 1990er Jahre folgte ein zweiter Verband, der I.O.C.U.M. e.V. (International Order of Confederate & Union Militia). Diese beiden sind auch heute noch die größten überregionalen Organisationen, die sich sowohl aus Gruppen von Nord- als auch von Südstaatlern zusammensetzen.

 

rwm-01-amerikanischer-buergerkrieg-lee-nachkrieg-schwierigkeitenLees Traum: „Jetzt sind wir alle wieder Amerikaner“

Nachdem der letzte Kanonenschuß verhallt war, träumte der Südstaaten-General Lee von einer geeinten Nation. Die Gräben waren aber tief – bis in die Gegenwart sind sie bisweilen unüberwindlich. Teilweise bis heute hat der Süden den wirtschaftlichen Vorsprung des Nordens nicht aufgeholt.

Von Dietmar Kuegler

Bei Appomattox unterzeichneten die Generäle Lee und Grant am 9. April 1865 die Kapitulationsvereinbarungen zwischen den Nord- und Südstaaten. Der letzte Kanonenschuß des Bürgerkrieges fiel aber nicht hier, sondern zweieinhalb Monate später, am 23. Juni 1865 bei Fort Towson im Indianerterritorium. Der letzte konföderierte General, der in diesem furchtbaren Bruderkrieg seinen Säbel übergab, war charakteristischerweise ein „Native American„, der Cherokeehäuptling und Rebellen-General Stand Watie.

Mit der Aufgabe der indianischen Hilfstruppe der Südstaaten endete dieser Krieg. Überschattet blieb das Ereignis von den großen Ereignissen um die Übergabe der Armee von Nord-Virginia und der Erklärung General Robert E. Lees: „Jetzt sind wir alle wieder Amerikaner! … Wir sollten uns alle in Ehren zusammenfinden, um die Wirkungen des Krieges zu beseitigen und die Segnungen des Friedens wieder herzustellen".

rwm-01-amerikanischer-buergerkrieg-europa-wahrnehmung-rezeption-kriegsbericht-erstatterEuropa nimmt den Bürgerkrieg nicht richtig wahr

Auf beiden Seiten der Front tummelten sich Kriegsberichterstatter der europäischen Mächte. Ihre Berichte erschienen den europäischen Hauptquartieren exotisch, aber nur selten lehrreich. Den Massenkrieg mit industrieller Grundlage erkannte man 1866 und 1870 noch nicht – das Erwachen aus dem romantischen Traum sollte deshalb im Jahr 1914 umso blutiger sein.

Von Dr. Klaus-Jürgen Bremm

Kaum 50 Jahre nach dem Ende der Napoleonischen Kriege hatte die industrielle Revolution auch die scheinbar geordnete Welt der europäischen Militärs gründlich auf den Kopf gestellt. Was taugte noch angesichts der vernichtenden Feuerkraft weit reichender Infanteriewaffen die bewährte und mühsam eingebläute Kolonnentaktik? Welchen Wert besaßen kostspielige Festungen gegen die Durchschlagskraft moderner Explosivgeschosse und welche Rolle würde überhaupt die stolze Kavallerie mit ihren blitzenden Blankwaffen im Kugelhagel zukünftiger Gefechtsfelder spielen? Auf diese Fragen konnte zunächst nur theoretisch geantwortet werden. Krimkrieg und Amerikanischer Bürgerkrieg gaben dann erste Kostproben.

amerikanischer-buergerkrieg-das-vorspiel-politsche-entwicklung-nordstaaten-suedstaatenDie gemeinsame Kultur eint Nord- und Südstaaten

Im Jahr 2011 sind seit dem Beginn des Bürgerkrieges 150 Jahre vergangen. Die Amerikaner spüren die Folgen dieses Krieges bis heute. Er hat 1865 seine Spuren in der gemeinsamen Kultur hinterlassen, die seit 150 Jahren das Land geeint hatte. 

Von Dietmar Kuegler

Dieser „erste moderne Krieg„ der Weltgeschichte markiert den Beginn der „Volkskriege„ und der „Volksarmeen„. Er hatte militärisch gesehen Auswirkungen bis in den Zweiten Weltkrieg. Politisch veränderte er die Balance der Weltmächte. Auf Thomas Jeffersons 1801 entworfene Vision von einer dominanten Kontinentalmacht folgte Abraham Lincolns Überzeugung von einem beherrschenden, mit einer Stimme sprechenden Nationalstaat, der durch seine Bevölkerungsgröße, Bodenschätze und Wirtschaftskraft nach 1865 zur führenden Weltmacht aufstieg. Theodore Roosevelt führte dies um 1900 souverän fort.